- Zulassungsunterlagen nennen ausdrücklich die DJI Osmo 360 II mit der Modellnummer OQ002.
- Ein 2.150-mAh-Akku ist belegt; die erste Osmo 360 verwendet 1.950 mAh.
- Wechselbare Linsen und 8K/60 sind durch Leak-Material plausibel, von DJI aber noch nicht offiziell bestätigt.
Die Osmo 360 II ist mehr als nur ein Produktname im Netz
Die Existenz einer zweiten DJI-360-Grad-Kamera ist inzwischen gut dokumentiert. In Prüfunterlagen zur FCC-Zulassung wird das Gerät ausdrücklich als „OSMO 360 II“ bezeichnet. Genannt werden außerdem die Modellnummer OQ002 und die FCC-ID 2ANDR-OQ0022512.
Die veröffentlichten Gerätefotos zeigen ein Gehäuse, das der ersten Osmo 360 sehr ähnlich sieht. Form, Display, Bedienelemente und Anschlusspositionen deuten eher auf eine gezielte Weiterentwicklung als auf einen vollständigen Neustart hin.
Der größere Akku ist belegt
Auf den Aufnahmen der internen Komponenten ist ein Akku mit 2.150 mAh und 8,3 Wh zu erkennen. Damit steigt die Nennkapazität gegenüber den 1.950 mAh der aktuellen Osmo 360 um rund zehn Prozent.
Wie viel zusätzliche Aufnahmezeit daraus entsteht, ist noch offen. Ein höherer Energiebedarf durch neue Bildmodi oder stärkere Verarbeitung könnte einen Teil des Kapazitätsgewinns wieder aufzehren. Belastbare Laufzeitangaben gibt es erst nach einer offiziellen Vorstellung oder reproduzierbaren Tests.
Wechselbare Linsen wären die wichtigste praktische Neuerung
Leak-Bilder sollen fertige Verpackungen eines „Osmo 360 II Lens Replacement Kit“ zeigen. Das ist ein starker Hinweis darauf, dass beschädigte äußere Linsen beim neuen Modell durch Nutzer ausgetauscht werden können. Eine offizielle Produktseite oder Anleitung von DJI liegt bislang jedoch nicht vor.
Für eine 360-Grad-Kamera wäre diese Änderung besonders relevant: Die stark gewölbten Linsen ragen weit aus dem Gehäuse und sind bei Action-Aufnahmen entsprechend gefährdet. Beim Vorgänger empfiehlt DJI Schutzlinsen; ein offizieller Austausch durch den Nutzer ist in den aktuellen Produktinformationen nicht vorgesehen.
8K mit 60 Bildern pro Sekunde: plausibel, aber unbestätigt
Weiteres Leak-Material weist auf 8K-360-Grad-Aufnahmen mit 60 Bildern pro Sekunde hin. Das wären zehn Bilder pro Sekunde mehr als bei der aktuellen Osmo 360, die offiziell maximal 8K/50 unterstützt.
Gerade beim späteren Reframing schneller Bewegungen können zusätzliche Einzelbilder helfen. Noch fehlen aber entscheidende Angaben zu Bitrate, Temperaturverhalten, maximaler Aufnahmedauer und möglichen Einschränkungen bei Stabilisierung oder Farbtiefe. 8K/60 darf deshalb noch nicht als bestätigte Spezifikation behandelt werden.
Was noch nicht belegt ist
Zu Sensoren, Objektiven, Dynamikumfang, Low-Light-Verarbeitung und Stitching gibt es noch keine vollständigen belastbaren Daten. Auch Behauptungen über eine verbesserte Nachbearbeitung bleiben ohne konkrete Funktionen oder Vergleichsmaterial zu allgemein für eine Bestätigung.
Preis und Erscheinungstermin sind ebenfalls offen. Zulassungsunterlagen und fertige Zubehörverpackungen sprechen für einen fortgeschrittenen Entwicklungsstand, ersetzen aber keine offizielle Ankündigung von DJI.
VCN-Einschätzung
Der größere Akku ist der derzeit am besten belegte technische Unterschied. Wechselbare Linsen wären für den Alltag wahrscheinlich wichtiger als eine weitere Steigerung der maximalen Bildrate, weil sie Reparaturkosten und Ausfallzeiten deutlich reduzieren könnten.
Die richtige Einordnung lautet deshalb: Die Osmo 360 II ist bestätigt, einzelne technische Eckdaten sind belegt, die beiden attraktivsten Versprechen – Wechselobjektive und 8K/60 – bleiben bis zu einer DJI-Ankündigung plausible Leaks.
